Bauarbeiten für den eHighway in Norddeutschland haben begonnen

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Nach Hessen bekommt jetzt auch das zweite deutsche Bundesland einen eigenen eHighway. Auf einem Teilstück einer Autobahn werden dann Lkw rein elektrisch fahren können.

Die Bauarbeiten für die Errichtung des eHighways entlang der deutschen Bundesautobahn A1 in Schleswig-Holstein haben mit Anfang dieser Woche offiziell begonnen. Nach Fertigstellung sollen zwischen der Anschlussstelle Reinfeld und dem Autobahnkreuz Lübeck Oberleitungs-Lkw unterwegs sein. Der Betriebsstart der Oberleitungsanlage ist für Mai 2019 geplant. Nach Hessen ist Schleswig-Holstein damit das zweite Bundesland mit einer eHighway-Teststrecke.

In Hessen befindet sich die Teststrecke auf der A5 zwischen den Anschlussstellen Zeppelinheim/Cargo City Süd des Frankfurter Flughafens und Darmstadt/Weiterstadt. In beiden Fällen übernimmt übernimmt Siemens in Zusammenarbeit mit SPL Powerlines den Bau der Strecken.

Entsprechend ausgerüstete Hybrid-Lkw können sich mit dem auf dem Dach integrierten Stromabnehmer während der Fahrt mit der Oberleitung verbinden. Dann fahren sie rein elektrisch und lokal emissionsfrei. Laut Hersteller soll der eHighway im Vergleich zu reinen Verbrennungsmotoren doppelt so effizient sein und so für eine Verringerung der Emissionen entlang der Teststrecke sorgen. Ohne die Kopplung an die Oberleitung fahren die Hybrid-Lkw wieder mit dem Dieselmotor weiter.

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Das Projekt wird umgesetzt vom schleswig-holsteinischen Verkehrsministerium in Kooperation mit dem Umweltministerium, dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein sowie dem Projektteam eHighway aus dem Forschungs- und Entwicklungszentrum der Fachhochschule Kiel.

Vor dem Hintergrund der Bauarbeiten in Schleswig-Holstein bitten das deutsche Verkehrsministerium und der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein alle Verkehrsteilnehmer um Rücksicht. „Die Montagearbeiten sind notwendig, um diesen für eine umweltfreundliche Mobilität der Zukunft wichtigen Feldversuch durchführen zu können“, sagte Verkehrsminister Bernd Buchholz. Die Arbeiten erfolgen auf einem Abschnitt von rund fünf Kilometern Länge und betreffen ausschließlich den rechten Fahrstreifen, so dass zwei Fahrstreifen weiterhin frei befahrbar sind.