Untertagebau: 40-Tonner wird rein elektrisch bewegt

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Er bewegt sich hunderte Meter unter Tage und er tut es leise: In einem Bergwerk werden nun vollständig elektrisch betriebene Mega-LKWs eingesetzt. Wo, das lesen Sie hier. Plus Video.

Zugegeben, um leichtes Equipment handelt es sich im Bergbau in den seltensten Fällen. Die tonnenschweren Vehikel werden im Regelfall mit PS-starken Dieselaggregaten betrieben. Einen anderen Weg schlägt allerdings das aus Ontario, Kanada stammende Unternehmen Artisan Vehicles ein. Dieses präsentierte vor Kurzem den kompakten 40-Tonner „Z40“ für den Untertagebergbau, der nicht über vier E-Motoren verfügt, sondern laut Hersteller sogar den „kleinsten ökologischen Fußabdruck“ in dieser Gewichtsklasse hinterlassen soll.

Mit Lobesworten über das eigene Fahrzeug, geht das amerkanisch-kanadische Unternehmen übrigens keinesfalls sparsam um. Von einem „Game Changer“ ist bereits die Rede, der die Nutzfahrzeugbranche für den Untertagebergbau komplett auf den Kopf stellen wird. Mike Kasaba, Hauptgeschäftsführer von Artisan Vehicles, ist überzeugt, dass die Bergbauindustrie inzwischen bereit für den Wandel zur Elektromobilität ist.

Das Elektro-Vehikel soll laut Artisan in der Spitze die doppelte Pferdestärke aufweisen wie ein vergleichbares Diesel-Modell, aber nur ein Achtel von dessen Hitze abstrahlen. Um kontinuierlich arbeiten zu können, besitzt der Z40 darüber hinaus ein Batteriewechselsystem. Zudem würden die Anforderungen an Lüftung und Kühlung in den Minen deutlich verringert, da die Motorabwärme geringer ausfällt und lokale Abgase wegfallen.

Der Z40 wird zunächst in einer Mine von Kirkland Lake in Ontario zum Einsatz kommen. Artisan-Geschäftsführer Tony Makuch sagte, dass das neue Gefährt für eine grundlegende Veränderung auf dem Minengelände sorgen wird: „Dadurch, dass wir pro Lastwagenladung mehr Erz fördern können, schaffen wir trotz einer kleineren Lkw-Flotte am Ende mehr.“ Entsprechend wegweisend sei der Z40 für die Expansionspläne des Unternehmens.