Volvo CE: Kompakte Maschinen werden komplett auf E-Antrieb umgestellt

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Der schwedische Baumaschinenhersteller zieht seine Elektrifizierungsstrategie durch – zumindest bei den Kompakten.

Volvo CE macht Mitte 2020 ernst und stellt das Sortiment an kompakten Arbeitsmaschinen auf Elektro um. Darunter befinden sich die Bagger-Modelle EC15 bis EC27 und die Radlader L20 bis L28. Durch diesen Schritt wird der Einbau von Dieselaggregaten in diesen Baureihen komplett gestoppt. Zum Thema E-Mobilität wurden in den letzten Jahren bereits zahlreiche Konzeptstudien zum Thema E-Mobilität durch den Baumaschinenhersteller Volvo CE vorgestellt. Die vollständige Elektrifizierung leichter Baureihen verwundert daher wenig.

Die erste komplette E-Baumaschine von Volvo CE wird auf der Fachmesse Bauma im April in München vorgestellt, gefolgt von einer schrittweisen Markteinführung und Anlaufphase bis 2020. Während das Unternehmen zwar betont, dass Dieselmotoren derzeit noch die geeignetste Lösung für größere und schwere Baumaschinen sind, wird der Elektroantrieb und die Batterietechnik zu einem guten Teil bei kleinerem Bau-Equipment zum Einsatz kommen.

„Die von uns entwickelte Technologie ist inzwischen hinreichend robust, und dies, zusammen mit verändertem Kundenverhalten und einem verschärften regulatorischen Umfeld, bedeutet, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, die Elektromobilität in unseren Kompaktgeräteprogrammen zu forcieren“, äußert Präsident Melker Jernberg. Zuletzt machte Volvo CE Anfang September im Rahmen eines Forschungsprojekts zur elektrischen Baustelle der Zukunft von sich reden. In einem Steinbruch bei Göteborg haben Volvo CE und Skanska zehn Wochen lang diverse E-Fahrzeuge erprobt. Das Projekt namens „Electric Site“ hatte zum Ziel, die CO2-Emissionen in der Steinbruch-Industrie um bis zu 95 Prozent und die Gesamtbetriebskosten um bis zu 25 Prozent zu verringern.